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30 Jahre Mandt: Vom Zwei-Mann-Betrieb zum führenden Büro-Spezialisten der Region

20.12.2021

Aus Sicht des Sohnes Stefan Mandt, der mittlerweile die Firma in der Oststadt führt, war der Schritt seines Vaters vor 30 Jahren kein ungewöhnlicher. Nicht wenige haben es ihm nach der Wiedervereinigung gleichgetan und einen beruflichen Neustart gewagt, in dem sie ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Bei Familie Mandt kam hinzu, dass das Händler-Gen gewissermaßen bereits in den Knochen steckt. Schon der Urgroßvater hatte einen Kolonialwarenladen in Demmin und der Großvaters ein Geschäft für TV- und Hifi-Geräte in Gnoien bei Teterow.

Heute sind es allerdings nicht mehr Waren des täglichen Bedarfs und Unterhaltungselektronik, sondern Produkte und Dienstleistungen rund ums Büro, welche seit nunmehr 30 Jahren erfolgreich vertrieben werden. Mit dem Ergebnis, dass die Mandt Büroorganisation GmbH aus Neubrandenburg inzwischen einer der führenden Einzelhändler und Dienstleister im Bereich der komplexen Büroausstattung in der Region ist. Das war jedoch kein Selbstläufer, sondern ein Prozess der letzten drei Jahrzehnte, wie Geschäftsführer Stefan Mandt im Interview erklärt. Begonnen habe es auch hier klein, aber fein.

 

Wie sah die Ausgangsposition denn genau aus?

Angefangen haben wir 1991 mit zwei Leuten. Dazu zählte mein Vater Jörg Peter Mandt und ein Mitarbeiter. Einige hatten ihn damals übrigens für verrückt erklärt, als er bei der Energieversorgung – jetzt Eon Edis – gekündigt hat und in die Selbständigkeit ging. Nach der Gründung im heimischen Wohnzimmer wurde schließlich der Schimmelweg 9 im Reitbahnweg zum Firmensitz. Doch schon 1994 sind die dortigen Räume aus allen Nähten geplatzt. Also haben wir 1995 das Gebäude in der Kruseshofer Straße 9 gebaut und bezogen. Und hier sind wir bis heute. Allerdings nicht mehr mit zwei, sondern mit knapp 25 Mitarbeitern. Nicht zu vergessen die über 5000 Kunden, die uns bereits seit vielen Jahre die Treue halten. Nicht wenige davon schon seit 1991. Die feiern quasi zusammen mit uns das 30-jährige Jubiläum. Unser Kundenstamm erstreckt sich dabei nicht nur auf Neubrandenburg. Das Einzugsgebiet reicht bis an die polnische Grenze und ins nördliche Brandenburg, dann bis zur Insel Usedom, Greifswald Waren und Malchow. Also ein großer Zirkelschlag um die Vier-Tore-Stadt herum.

 

Und was braucht es, um einer der führenden Einzelhändler und Dienstleister im Bereich der komplexen Büroausstattung in der Region zu werden?

Firmen, die mindestens 30 Jahre erfolgreich am Markt sind, haben da wohl alle ihr eigenes Rezept. Ein Erfolgsrezept ist, mit den Kunden fair umzugehen. Dazu gehört eine langfristige, kontinuierliche und sich steigernde Beratungsqualität, ein vernünftiger Preis und das man für den Kunden stets da ist, ganz gleich bei welchem Thema. Es braucht auch gute, motivierte Mitarbeiter. Die Firma steht und fällt ja nicht mit mir, sondern mit den Leuten, die hier arbeiten. Viele der Kollegen sind schon von Anfang an dabei. Und wir suchen natürlich ständig weitere gute Kräfte. Vertriebler, die es verstehen, Produkte zu verkaufen, zu beraten, Ideen und Konzepte zu erstellen. Denn Wachstum gibt es nur, wenn du auch mit dem Personal wächst.

 

Wofür steht das Unternehmen, was sind seine Geschäftsfelder?

In den letzten drei Jahrzehnten haben sich unsere Geschäftsbereiche eigentlich kaum verändert. Unser Steckenpferd sind Bürobedarf und Bürotechnik, Kopierer und früher auch noch Schreibmaschinen. Ein weiteres Standbein ist der Service für Büroeinrichtung. Das reicht vom Aufmaß über die Beratung bis hin zu Ergonomie und Arbeitsstättenverordnung. Im Angebot ist auch der Rundum-Service für Kopierer, die mittlerweile zu Multifunktionsgeräten mutiert sind. Die können ja fast schon alles, bis auf Kaffee kochen. Das deckt aber unser neuestes Geschäftsfeld ab. Seit Anfang des Jahres vertreiben wir für den Büroalltag nun auch Kaffeemaschinen inklusive Service. Der Kunde kann hier ein All-In-Paket buchen. Bis auf Strom und Wasser ist in diesem alles inbegriffen. Ich muss sagen, das Angebot ist gut angelaufen. Schließlich gehört zur Bürokultur auch immer ein guter Kaffee. Nicht unterschlagen möchte ich unsere zwei Onlineshops.

 

Mandt ist „Green-IT“-zertifiziert und unterstützt die Print-Green-Initiative. Was hat es damit auf sich?

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich bei uns durch wie ein grüner Faden. 30 Jahre Mandt stehen auch für 30 Jahre Nachhaltigkeit. So verkaufen wir kein Papier, das seinen Ursprung im Regenwald hat. Des Weiteren konzentrieren wir uns ausschließlich auf Hersteller, die ihre Büromöbel umweltfreundlich herstellen, zum Beispiel auf Klebstoffe verzichten. Auch unterhalten wir einen Fuhrpark, der wenig C02 ausstößt. Ein Teil unserer Flotte ist bereits auf E-Mobilität umgestellt. Der Strom kommt vom Dach, dort befindet sich eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher. Die Sonnenenergie liefert auch den Hausstrom. Und ob Kopierer oder Drucker, alles wird von unserem Partner Kyocera Co2 neutralisiert.

 

Das Büro der Zukunft: Wohin geht die Reise ihrer Meinung nach?

Es gab in den letzten 30 Jahren Trends, die aufgekommen sind, eine gewisse Zeit gelebt und wieder durch neue abgelöst wurden. Da hätten wir zum Beispiel das Flächen- oder Großraumbüro, das gerade wieder populär ist. Das gab es aber auch schon in den 1990er. Es ist also keine ganz neue Erfindung. Corona-bedingt haben wir momentan indes die Situation, dass viele Firmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Das birgt aus meiner Sicht allerdings zwei Gefahren. Zu einem hohen Prozentsatz machen die Leute ihre Arbeit am Küchen- oder Esstisch. An Möbeln, die definitiv nicht fürs Arbeiten geschaffen sind. Ich glaube, damit werden wir die Volkskrankheit „Rücken“ wieder stark befeuern. Wir haben inzwischen wöchentlich Kunden mit besagten Problemen, so dass sie handeln müssen. Das tägliche Leben einmal zu analysieren, kann hier hilfreich sein. So merken wir schnell, dass der größte Teil im Sitzen stattfindet. Unser Körper ist aber leider nicht für das Sitzen gebaut, sondern für die Bewegung geschaffen. Deshalb verlagern sich die Arbeitskonzepte zusehends zum Stehen hin. Der Steh-Sitz-Tisch wird in der Bürolandschaft allmählich zum Standardprodukt. Stehen ist nicht nur gut für den Rücken, es ist auch besser für die Leistungsfähigkeit. Ich denke, ein gesunder Wechsel zwischen Stehen und Sitzen ist da der richtige Weg. Und die Möbel werden auch immer besser. Wir haben ja heute nicht mehr nur den klassischen Bürostuhl. Die Sitzmöbel werden anders. Das Thema AGR – Aktion Gesunder Rücken spielt hier inzwischen eine große Rolle, Mediziner und Industrie gehen dabei Hand in Hand.

 

Mandt darf sich Deutscher Meister nennen. Bestes Service-Team beim Kyocera-Service Award 2020. Wie gelangt man ganz nach oben aufs Treppchen?

Einfache Antwort, was es dazu braucht: sehr gute Mitarbeiter, die sich richtig reinknien. Wir werden ja jedes Jahr zertifiziert. Das heißt, wir brauchen gewisse Schulungsstände, eine gewisse Ausstattung, die wir jährlich vorzuweisen haben. Zunächst müssen wir Aufgaben lösen, die online gestellt werden. Ist man dann unter den Top 10, kommt die Einladung nach NRW in die Kyocera-Zentrale. Und dann geht es in die Praxis. Druck- und Kopiertechnik wird präpariert, die wieder fit gemacht werden muss. Die Leute, die hier hinfahren, sind alle richtig gut, bewegen sich eigentlich alle auf einem Level. Wir waren 2020 halt ein Stück weit besser und haben so die Auszeichnung errungen. Da kann man dann schon stolz drauf sein, immerhin nehmen einige hundert Betriebe teil. Wir seit ungefähr 15 Jahren, seitdem wir Partner bei Kyocera sind. Es ist nicht die erste Auszeichnung für uns, aber jedes Jahr eine Herausforderung, die uns die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Dieser Service-Award ist eine super Sache. Letztlich zählt aber, dass täglich draußen die Dinge so gemeistert werden, dass unsere Kunden zufrieden sind. Denn am Ende wird man die nächsten 30 Jahre nur bestehen, wenn sich die Kundenzufriedenheit weiter fortsetzt. Wenn man zusätzlich noch einen Pokal erhält, ist es umso schöner.

 

Stolz auf das Erreichte der vergangenen 30 Jahre?

Ja, definitiv. Wie das Leben so ist, gab es natürlich Höhen und Tiefen. Aber wir sind bodenständig geblieben, konzentrieren uns auf die Region, in der wir leben. Eine Mischung zwischen mutig sein und konservativ, das ist unser gelebtes Motto. Auf der einen Seite Geld in gute Mitarbeiter und EDV investieren, aber auch ein bisschen was sparen, um Waren einzukaufen. Das haben wir in den vergangenen 30 Jahren gut hinbekommen.

 

Wo sieht sich das Familienunternehmen Mandt beim 40. Geburtstag?

Ich hoffe und dafür werde ich alles tun, dass wir in zehn Jahren noch immer viele treue Kunden haben. Wir den Mitarbeitern weiterhin einen sicheren Arbeitsplatz bieten können und ein gesundes Wachstum haben werden. Der Tradition verpflichtet, aber der Zukunft gegenüber offen sein – das ist unser Erfolgsgarant, um im Jahr 2031 noch da zu stehen, wo wir jetzt stehen. Dann bin ich 51 Jahre und von der Rente übrigens noch ein gutes Stück weit entfernt.